Kurz gefasst
Kanzleisoftware verwaltet Akten, Fristen, Termine, Dokumente und Abrechnung und ist an das beA angebunden. Die Unterschiede liegen weniger im Funktionsumfang als in Bedienung, Betriebsart (lokal oder Cloud), Schnittstellen und Kosten über die Jahre.
Wer eine Kanzleisoftware auswählt, entscheidet für viele Jahre. Ein Wechsel ist aufwendig, weil Akten, Fristen, Vorlagen und Buchhaltung umgezogen werden müssen. Diese Seite vergleicht nicht nach Werbeversprechen, sondern nach Kriterien, die im Kanzleialltag zählen.
Die Kriterien
| Kriterium | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Aktenverwaltung | Schnelle Suche, saubere Beteiligtenverwaltung, Kollisionsprüfung, Aktenzeichen nach eigenem Schema |
| beA | Versand und Empfang aus der Akte heraus, automatische Zuordnung eingehender Nachrichten, Prüfprotokolle |
| Fristen | Vorfrist und Hauptfrist, Vier-Augen-Kontrolle, nachvollziehbare Erledigung |
| Dokumente | Vorlagen, PDF-Verarbeitung, Texterkennung, Versionierung |
| Abrechnung | RVG-Rechner, Zeiterfassung, Anbindung an die Buchhaltung |
| Betrieb | Lokal, gehostet oder Cloud. Rechenzentrum, Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Datenexport bei Kündigung |
| KI | Welche Funktionen, welches Modell, wo verarbeitet, Trainingsnutzung ausgeschlossen |
Lokal oder Cloud?
Cloud-Lösungen sind ohne eigenen Server nutzbar und von überall erreichbar. Lokale Installationen behalten die Daten im eigenen Haus, verlangen aber Wartung und Datensicherung. Für die Verschwiegenheit ist nicht der Betriebsort allein entscheidend, sondern ob der Dienstleister nach § 43e BRAO sorgfältig ausgewählt und vertraglich verpflichtet ist.
Die Unterseiten beschreiben einzelne Systeme. Angaben zu Preisen und Funktionen stammen aus den Herstellerangaben und tragen ein Datum. Sie können sich jederzeit ändern.
Häufige Fragen
Eine beste Kanzleisoftware für alle gibt es nicht. Eine Einzelkanzlei mit wenig Personal braucht anderes als eine Sozietät mit Buchhaltungsabteilung. Sinnvoll ist ein Vergleich anhand der eigenen Arbeitsabläufe und eine Testphase mit echten Akten.
Es gibt quelloffene Lösungen, für deren Software keine Lizenzgebühr anfällt. Betrieb, Wartung und Support kosten trotzdem Zeit oder Geld.
Ja, wenn der Anbieter sorgfältig ausgewählt und nach § 43e BRAO zur Verschwiegenheit verpflichtet ist und die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
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