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LexisNexis Protégé jetzt in EvenUp für Personenschadenkanzleien

LexisNexis und die KI-Plattform EvenUp haben ihre Integration nach Angaben der Unternehmen für gemeinsame Kunden live geschaltet. Nutzer von EvenUps KI-Assistenten Companion können darin LexisNexis Protégé direkt aufrufen, eine Rechtsfrage stellen und eine Antwort erhalten, die auf Lexis-Fallrecht und Gesetzen basiert und zugleich mit Tatsachen aus den bereits in EvenUp vorhandenen Fallunterlagen angereichert ist. EvenUp richtet sich an Anwälte im Bereich Personenschäden.

Funktionsweise der Verbindung

Die Integration läuft über das Model Context Protocol. Companion behandelt Protégé dabei als eigenständigen Agenten, den Nutzer per Symbol in der Eingabeaufforderung aufrufen können. Laut Saam Mashhad, Mitgründer und Chief Product Officer von EvenUp, prüft Companion vor der Weiterleitung an Lexis zunächst die strukturierten Daten, die EvenUp aus der Fallakte extrahiert hat, wählt die relevanten Tatsachen aus und fügt sie der Anfrage hinzu. In einer Demonstration zu einem Verkehrsunfall in Florida beschrieb Protégé die vier gesetzlichen Schwellenwerte für nichtwirtschaftliche Schäden bei dauerhaften Verletzungen und wandte sie auf die konkreten, aus der EvenUp-Akte übernommenen Verletzungen der klagenden Partei an.

Jede Aussage der Antwort ist mit einer Fundstelle verlinkt, die sich samt stützendem Auszug aufklappen lässt. Unter der Antwort erscheinen die zitierten Autoritäten mit ihrem Shepard’s signal, ein Klick öffnet die vollständige Analyse in Lexis+. Über eine Schaltfläche lässt sich dieselbe Unterhaltung samt Fallkontext in Lexis+ with Protégé fortsetzen, etwa um dort einen Mandantenvermerk zu erstellen.

Noch nicht verfügbare Funktionen

Die umgekehrte Richtung, bei der ein in Protégé arbeitender Anwalt direkt auf Falldaten aus EvenUp zugreift, ist derzeit nicht verfügbar. Christman sagte, dass das Erstellen von Entwürfen derzeit nicht in die MCP-Anwendung integriert sei. Die umgekehrte Verbindung, über die Protégé auf Falldaten aus EvenUp zugreifen kann, solle hingegen zeitnah folgen. Die Nutzung der Integration setzt Abonnements für beide Produkte voraus. Kunden ohne Protégé-Abonnement bietet EvenUp eine 30-tägige kostenlose Testphase mit einer begrenzten Zahl von Unterhaltungen an. Konkrete Preise oder Bedingungen für mögliche Sonderangebote für gemeinsame Kunden nannten die Unternehmen nicht. REV, der Venture-Arm von RELX, dem Eigentümer von LexisNexis, ist Investor in EvenUp.

Einordnung

Die Integration zeigt, wie eine spezialisierte Workflow-Plattform und ein juristischer Rechercheanbieter über MCP verbunden werden können. Für Kanzleien und Rechtsabteilungen im deutschsprachigen Raum ist das als Entwicklungsrichtung bemerkenswert. EvenUp richtet sich laut Quelle an Anwälte im Bereich Personenschäden.

Die Beteiligung des RELX-Venture-Arms an EvenUp macht die Investorenverflechtung bei dieser Kooperation transparent. Für Beobachter des deutschsprachigen Marktes kann der Fall als Beispiel dienen, worauf bei vergleichbaren Kooperationsmodellen zu achten sein könnte, etwa bei Transparenz über Investorenverflechtungen und bei der Nachvollziehbarkeit von KI-Antworten durch verlinkte Fundstellen.

Quellen

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Grundlage der genannten Quellen erstellt.

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